Chiemgau BLOG Ein kleiner See mit großer Bedeutung


Viele Orte im Chiemgau sind vor allem der Welt des Wintersports nicht mehr wegzudenken. Biathlon ohne Ruhpolding? Undenkbar! Bobfahren ohne den Königssee? Schwer vorstellbar!

Genauso verhält es sich mit Inzell, der Wiege des Eisschnelllaufens. Kufenflitzer aus aller Welt strömen und die Max-Aicher-Arena. Doch ohne einen kristallklaren Bergsee oberhalb des malerischen Dorfes würde es Eisschnelllaufen in Inzell, dem Chiemgau oder gar in ganz Deutschland in der heutigen Form nicht geben.

Die Rede ist vom Frillensee, bei dem es sich um den kältesten See Mitteleuropas handelt. Bis 1963 befand sich hier auf Natureis die Inzeller Eisschnelllaufbahn. Zudem fanden eine Vielzahl von Wettbewerben im Eisstockschießen statt. Sport und der Chiemgau – zwei Dinge die Hand in Hand gehen.

Wer sich zu Fuß auf den Weg machen will kann dies von Inzell aus über Einsiedl und Adlgass tun. Gerade das Forsthaus Adlgass lädt mit seiner regionalen, bayerischen Küche zum Verweilen ein. Von da aus geht es hinauf zum Frillensee auf einem zwar ansteigenden, aber nicht zu anspruchsvollen Weg. Am Wegrand kann der Nachwuchs oder auch die Erwachsenen zudem viel auf dem neu angelegten Naturlehrpfad lernen und sich an ein paar Stationen in Balance- und Sinnesübungen testen.

Oben entschädigt dann der glasklare Frillensee und der Ausblick auf die hinter ihm liegende majestätische Felswand des Staufenmassivs für den Anstieg. Oben kann man den 880 Meter umfassenden See in aller Ruhe umrunden, ehe es zurück in Richtung Tal geht. Neben der tollen Bergluft hat man mit dieser Tour auch ein Stück Sportgeschichte des Chiemgau eingeatmet.